Sechzehn Bundesländer auf einen Blick: wo die meisten Unternehmen gegründet werden, wo sie häufiger schließen, wo Steuer und Insolvenzrisiko niedriger sind und welche Rolle Ausländer spielen. Im Reiter „Helden und Rankings“ finden Sie die Spitzenreiter des Jahres und die zehn besten Länder für den Start.
Amtliche Daten für 2025Aktualisiert am 9. Oktober 2026
KARTE 01Gründungs-Puls DeutschlandDestatis · 2025
Puls Deutschlands
2025 wurde in Deutschland im Durchschnitt alle 49 Sekunden ein Unternehmen gegründet und alle 63 Sekunden eines geschlossen. Auf 100 Schließungen kamen 128 Gründungen.
Gründungs-Monitor · Deutschland · 2025
NeugründungenVollständige Aufgaben
Lebensbilanz128Gründungen je 100 Schließungen
Gründungen640 456+7,7 % ggü. 2024 · ≈73 pro Stunde
Schließungen502 236−0,2 % ggü. 2024 · ≈57 pro Stunde
Zuwachs+138 220Unternehmen im Jahr
Heute—neue seit Mitternacht (Schätzung)
Der Rhythmus ist echt, nur 50-fach beschleunigt. „Heute“ ist eine Schätzung nach dem Durchschnittstempo von 2025, kein Live-Zähler. Aktuelles Signal: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 352 400 Gewerbe neu gegründet, 8,3 % mehr als im ersten Halbjahr 2025; darunter rund 69 600 größere Betriebe (+3,0 %). Die vollständigen Gewerbeaufgaben blieben mit rund 246 600 nahezu unverändert (Destatis, 14.08.2026).
ENTWICKLUNGGründungsgeschehen Deutschland 2022–2025Destatis · 2022–2025
Deutschland im Jahresvergleich
Von 2022 bis 2025 stieg die Zahl der Neugründungen in Deutschland um 15 %, die der Unternehmensinsolvenzen um 65 %. Die Bilanz sank 2024 auf 118 Gründungen je 100 Aufgaben und erholte sich 2025 auf 128.
2022
Anmeldungen gesamt673.463−4,5 % zum Vorjahr
Neugründungen≈555.000
Vollständige Aufgaben449.400+7,0 % zum Vorjahr
Unternehmensinsolvenzen14.590+4,3 % zum Vorjahr
123Gründungen je 100 Aufgaben
2023
Anmeldungen gesamt715.000+6,2 % zum Vorjahr
Neugründungen593.244+6,9 % zum Vorjahr
Vollständige Aufgaben486.876+8,3 % zum Vorjahr
Unternehmensinsolvenzen17.814+22,1 % zum Vorjahr
122Gründungen je 100 Aufgaben
2024
Anmeldungen gesamt716.400+0,2 % zum Vorjahr
Neugründungen594.515+0,2 % zum Vorjahr
Vollständige Aufgaben503.389+3,4 % zum Vorjahr
Unternehmensinsolvenzen21.812+22,4 % zum Vorjahr
118Gründungen je 100 Aufgaben
2025
Anmeldungen gesamt762.400+6,4 % zum Vorjahr
Neugründungen640.456+7,7 % zum Vorjahr
Vollständige Aufgaben502.236−0,2 % zum Vorjahr
Unternehmensinsolvenzen24.064+10,3 % zum Vorjahr
128Gründungen je 100 Aufgaben
Neugründungen und vollständige Aufgaben · Deutschland · 2022–2025
65 % mehr Insolvenzen als 2022. Prüfen Sie neue Kunden und Partner und gewähren Sie keine langen Zahlungsziele.
Die Konkurrenz wächst: 2025 wurden rund 85 000 Unternehmen mehr gegründet als 2022.
2024 hat gezeigt, dass das Wachstum innerhalb eines Jahres auf null fallen kann. Planen Sie mit Puffer.
Wenn Sie gerade gründen
Sie sind nicht allein: 2025 entstand in Deutschland alle 49 Sekunden ein neues Unternehmen.
Auch viele schließen – rund eine halbe Million im Jahr. Sehen Sie sich die Bilanz Ihres Bundeslandes in Karte 02 unten an.
Fast die Hälfte der Neugründungen 2023 war ein Nebenerwerb. Gründen, ohne zu kündigen, ist normal.
Welche Frage beantwortet
Wie sich das Gründungsgeschehen in Deutschland über vier Jahre entwickelt hat und wohin der Trend geht.
So lesen
Neugründungen und vollständige Aufgaben – dieselben Kennzahlen wie in den Karten unten. „Anmeldungen gesamt“ enthalten zusätzlich Zuzüge und Übernahmen. Die Neugründungen 2022 (≈) haben wir aus dem von Destatis für 2023 veröffentlichten Plus von 6,9 % abgeleitet.
Einmal jährlich, nach der Jahresmeldung von Destatis (Februar–März).
KARTE 02Länder im VergleichLänderstatistik · 2025
16 Bundesländer im Vergleich
Wählen Sie eine Frage – die Karte antwortet mit Farbe. Grün: Das Land liegt hier besser als der Bundesdurchschnitt. Rot: schlechter. Grau: etwa im Durchschnitt.
Welche Frage die Karte beantwortet
In welchem Land besonders viele Unternehmen entstehen, wo sie stabiler sind und wo Steuern und Insolvenzrisiko niedriger sind.
Für wen nützlich
Für alle, die ein Bundesland zum Leben und für ihr Unternehmen wählen oder innerhalb Deutschlands umziehen.
So lesen Sie die Karte
„Wo wird am häufigsten gegründet?“: Gründungen je 10 000 Einwohner. „Mehr Gründungen als Schließungen?“: Gründungen je 100 Schließungen. „Mehr Gründungen als im Vorjahr?“: Veränderung gegenüber 2024. Insolvenzrisiko: Insolvenzen je 1 000 Unternehmen. Steuer: durchschnittlicher Hebesatz in Gemeinden ab 20 000 Einwohnern. Den Hebesatz legt jede Gemeinde selbst fest; die Steuer fällt dort an, wo der Betrieb tatsächlich geführt wird. Freie Berufe zahlen keine Gewerbesteuer. Ausländer: Anteil der Anmeldungen von Einzelunternehmen durch Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit; diese Skala ist neutral, ohne „besser“ und „schlechter“.
Quellen
Statistische Landesämter der 16 Länder (Jahresberichte zu Gewerbeanzeigen 2025), Destatis (Bundesergebnisse und Bevölkerung zum 31.12.2025), IfM Bonn (Insolvenzen je 1 000 Unternehmen, 2025, vorläufig), DIHK (Hebesätze 2025). Die vollständige Liste finden Sie unten auf der Seite.
Lücken
Bremen und das Saarland haben die Jahreszahlen zu Gründungen 2025 noch nicht veröffentlicht, Sachsen-Anhalt die Zahl der Schließungen. Die Länder werden nach den Definitionen ihrer Ämter verglichen (in NRW, Hessen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beruhen einige Kennzahlen auf Neuerrichtungen). Kleine Abweichungen sind daher möglich.
KARTE 03Gründer ohne deutschen PassDestatis, Länder · 2025
Der Beitrag von Ausländern
2025 wurde in Deutschland ein Viertel der neuen Einzelunternehmen von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gegründet – 25,2 %: 132 775 Personen, 9 % mehr als im Vorjahr.
Von je 100 neuen Einzelunternehmen in Deutschland im Jahr 2025
75 – deutsche Staatsangehörige25 – Ausländer (25,2 %)
Ausländeranteil an den Anmeldungen von Einzelunternehmen · nach Ländern
Gestrichelte Linie: Deutschland insgesamt, 25,2 %. Die Länder veröffentlichen den Anteil unterschiedlich: teils bezogen auf alle Anmeldungen von Einzelunternehmen, teils nur auf Neugründungen; in NRW bezogen auf alle neuen Gründerinnen und Gründer. Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bremen und das Saarland haben den Anteil für 2025 nicht veröffentlicht.
Welche Ausländer am häufigsten gründen · nach Ländern
Die drei häufigsten Staatsangehörigkeiten bei Anmeldungen von Einzelunternehmen je Land (in NRW: bei neuen Gründerinnen und Gründern). Die Länder veröffentlichen nur ausgewählte Staatsangehörigkeiten. Die Liste ist daher unvollständig.
Welche Frage die Karte beantwortet
Welche Rolle Ausländer bei Unternehmensgründungen in Deutschland spielen und in welchen Ländern ihr Anteil höher ist.
Für wen nützlich
Für alle, die ohne deutschen Pass in Deutschland ein Unternehmen gründen: Sie sehen, wo es bereits eine Community und Erfahrung gibt.
So lesen Sie die Grafik
Jede Figur steht für 1 % der neuen Einzelunternehmen 2025. Dunkle Figuren: angemeldet von Staatsangehörigen anderer Länder.
Wir haben die 16 Bundesländer anhand von sechs Kennzahlen für 2025 verglichen. Diese Länder fallen auf – positiv wie bedenklich.
TOP 10Gründerfreundlichste Länder
Die besten Länder für den Start
Der Love-Act-Grow-Index fasst vier Fragen zusammen, die für Gründerinnen und Gründer wichtig sind: Wächst der Markt? Nimmt die Zahl der Unternehmen zu? Wie hoch ist das Insolvenzrisiko? Wie viel Gewerbesteuer fällt an?
Berechnung
Für jede der vier Kennzahlen werden die Länder vom besten zum schlechtesten geordnet. Das beste erhält 100 Punkte, das schlechteste 0, die übrigen liegen dazwischen. Der Index ist der Mittelwert der vier Punktzahlen.
Kennzahlen
Wachstum der Gründungen gegenüber 2024 (höher ist besser), Gründungen je 100 Schließungen (höher ist besser), Insolvenzen je 1 000 Unternehmen (niedriger ist besser), durchschnittlicher Gewerbesteuer-Hebesatz (niedriger ist besser). Alle vier sind gleich gewichtet.
Wer teilnimmt
13 Länder mit vollständigen Daten für 2025. Bremen, das Saarland und Sachsen-Anhalt haben noch nicht alle Zahlen veröffentlicht und sind nicht im Ranking.
Wichtig
Dies ist unsere Berechnung auf Basis amtlicher Daten, kein offizielles Ranking. Für Ihr konkretes Unternehmen sind Ihre Stadt, Ihre Nische und Ihre Kundschaft wichtiger.
TOP 3Podest
Siegertreppchen
Die ersten drei Plätze für jede Frage.
FAKTENGut zu wissen
Was Sie wissen sollten
Alle 49 Sekunden ein neues Unternehmen. So viel Zeit lag in Deutschland 2025 im Durchschnitt zwischen zwei Gründungen.
Hamburg: weniger Anmeldungen, aber die beste Bilanz. Dort gab es 0,9 % weniger Gründungen als im Vorjahr, aber noch weniger Schließungen: 158 Gründungen je 100 Schließungen – der beste Wert in Deutschland.
Berlin gründet und schließt am schnellsten. Die meisten Gründungen je Einwohner (108 je 10 000) und die höchste Insolvenzquote (10,1 je 1 000 Unternehmen).
NRW: Schwergewicht mit hoher Steuer. Hier entsteht mehr als jedes fünfte neue Unternehmen in Deutschland, aber der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz ist der höchste: 474 %.
Menschen aus Polen gründen viermal so häufig wie Deutsche. 31 Anmeldungen je 1 000 Personen gegenüber 7 (2019, ifo). Bei Menschen aus Rumänien sind es 26, aus Bulgarien 21.
Jedes Land hat eigene Spitzenreiter unter den Ausländern. In Bayern gründen Menschen aus Rumänien am häufigsten Einzelunternehmen, in Hessen und Niedersachsen Menschen aus der Türkei, in Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein Menschen aus Polen.
ÜBERBLICKDas Wichtigste für kleine UnternehmenOffizielle Quellen
Das Wichtigste für kleine Unternehmen in Deutschland im Jahr 2026
Neue Gesetze, Schwellenwerte, Beträge und Statistiken – jede Kachel mit Quelle und einer Erklärung, was das für Einzelunternehmer und kleine Firmen bedeutet.
352.400 neue Gewerbe in einem Halbjahr
+8,3 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Gewerbeanmeldungen insgesamt: 418.100 (+8,1 %). Vollständige Gewerbeaufgaben: 246.600 – so viele wie ein Jahr zuvor. Im ersten Quartal war das Plus noch größer: +10,1 %.
Für Sie: Das Wachstum hat sich beschleunigt – damit wächst auch die Nachfrage nach allem rund um die Gründung: Räume, Buchhaltung, Werbung. Und auch die Wartezeiten im Gewerbeamt.
Destatis, PM Nr. 287 vom 14.8.2026 · destatis.de · PM Nr. 165 vom 13.5.2026
Mindestlohn: 13,90 € pro Stunde
Gilt seit 1.1.2026. Ein Minijob geht jetzt bis 603 € im Monat. 2027 werden es 14,60 €.
Für Sie: Eine erste Minijob-Kraft darf jetzt bis zu ~43 Stunden im Monat arbeiten. Rechnen Sie Ihre Sätze neu, wenn Sie bisher nach dem alten Satz bezahlt haben.
Der Grundfreibetrag ist von 12.096 € gestiegen. Der Tarif ist nach oben verschoben, der Soli ist für die meisten faktisch weggefallen.
Für Sie: Die ersten 12.348 € Gewinn im Jahr bleiben ohne Einkommensteuer. Bei kleinem Anfangseinkommen ist die Steuer oft null; prüfen Sie Ihre Vorauszahlungen.
Seit 1.1.2026; bisher gab es für die ersten 20 km 30 Cent. Gilt auch für Selbstständige mit fester Betriebsstätte.
Für Sie: Fahren Sie zur Werkstatt, zum Salon oder ins Büro, setzen Sie 38 Cent pro Kilometer der einfachen Strecke ab statt 30. Das Homeoffice zählt nicht.
+6,9 % zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 12.812 Fälle – mehr gab es nur 2013. Es schließen vor allem kleine Firmen: Die Forderungen, die insolvente Firmen ihren Lieferanten, Banken und Kunden schuldig blieben, sanken von 31,8 auf 21,9 Mrd. €. Am häufigsten betroffen: Verkehr und Logistik, dann das Gastgewerbe (70 je 10.000 Unternehmen) und der Bau (63).
Für Sie: Es trifft vor allem kleine Firmen. Prüfen Sie neue Auftraggeber, verlangen Sie Vorkasse und machen Sie sich nicht von einem einzigen Kunden abhängig.
Destatis, PM Nr. 362 vom 9.10.2026 · destatis.de · PM Nr. 325 vom 11.9.2026
Aus Bürgergeld wird Grundsicherungsgeld
Der Bundestag hat die Reform am 5.3.2026 beschlossen (321 zu 268 Stimmen); sie gilt schrittweise ab 1.7.2026. Das Wichtigste für Selbstständige im Leistungsbezug: Das Jobcenter prüft schon nach einem Jahr, ob das Geschäft trägt – nicht erst später. Betroffen sind rund 5,5 Mio. Menschen.
Für Sie: Gründen Sie aus dem Leistungsbezug, fragt das Jobcenter nach 12 Monaten, ob Ihr Geschäft Sie trägt. Planen Sie vom ersten Tag an, wie Sie auf eigenes Einkommen kommen, und halten Sie Einnahmen und Ausgaben fest.
Rentenpflicht für neue Selbstständige – in Vorbereitung
Am 23.6.2026 hat die Rentenkommission empfohlen, alle in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, die nach einem noch nicht genannten Stichtag gründen; wer schon selbstständig ist, soll voraussichtlich wählen können. Die Regierung verspricht ein Gesetz bis Ende 2026, Start frühestens 2027. Noch ist es kein Gesetz. Diskutiert wird ein einkommensabhängiger Beitrag: Richtwert 735,63 € im Monat bei Durchschnittseinkommen, für Gründer die Hälfte, bei kleinem Gewinn weniger.
Für Sie: Vorerst müssen Sie nichts zahlen. Wenn Sie schon angemeldet sind, fallen Sie wahrscheinlich unter den Schutz für „alte“ Selbstständige. Für Gründer wird eine Starterleichterung diskutiert; endgültig entscheidet das Gesetz.
Überblick, Stand Oktober 2026 · viva-finanz.de · Gesetz noch nicht beschlossen
2026 – das letzte Jahr, in dem alle Rechnungen als PDF schicken dürfen
Ab 1.1.2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 € Umsatz E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD) ausstellen, ab 1.1.2028 alle. Kleinunternehmer sind vom Ausstellen befreit, müssen E-Rechnungen aber seit 2025 empfangen können – dafür reichen eine E-Mail-Adresse und ein kostenloser Viewer: elster.de/eportal/e-rechnung oder Quba Viewer.
Für Sie: Kleinunternehmer dürfen weiterhin PDF-Rechnungen schicken. Alle anderen ab 2028 nur noch XRechnung/ZUGFeRD; die meisten kostenlosen Rechnungsprogramme können das schon.
Mindestens ~270 € im Monat für die Krankenversicherung
So viel zahlen Selbstständige mit kleinem Einkommen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – ohne Anspruch auf Krankengeld, plus Pflegeversicherung. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Kassen liegt 2026 bei 2,9 %. Solange die Kasse Ihr Einkommen nicht kennt, geht sie vom Höchsteinkommen aus und berechnet den Höchstbeitrag – mehr als 1.200 € im Monat; nach dem Nachweis wird der Betrag neu berechnet.
Für Sie: Die Krankenversicherung ist der größte Fixposten von Selbstständigen. Schicken Sie der Kasse sofort Ihren Steuerbescheid oder eine Einkommensprognose – sonst wird vorläufig der Höchstbeitrag berechnet und später neu abgerechnet.
Finanzleser · finanzleser.de · den genauen Betrag nennt Ihre Krankenkasse
Kleinunternehmer-Grenzen unverändert
25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr. Wer 2026 gründet, startet als Kleinunternehmer ohne Umsatzprognose.
Für Sie: Wenn Sie 2026 starten und weniger als 25.000 € Umsatz erwarten, wählen Sie im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung die Kleinunternehmerregelung: ohne Umsatzsteuer und ohne monatliche Voranmeldungen.
Seit 1.1.2026 erhalten arbeitende Rentnerinnen und Rentner bis zu 2.000 € im Monat ohne Einkommensteuer – aber nur mit Arbeitsvertrag, nicht als Selbstständige.
Für Sie: Ein Rentner mit Arbeitsvertrag hat beim gleichen Lohn rund 400 € im Monat mehr netto – erfahrene Leute lassen sich so leichter gewinnen und halten. Für Sie kostet er so viel wie jeder andere Beschäftigte: Die Arbeitgeberbeiträge bleiben.
Höchster Wert seit Dezember 2023. Energie +14,9 %: Benzin und Diesel +37,1 %, Heizöl +74,9 % – nach dem Sprung der Ölpreise. Im Oktober laut erster Schätzung 2,8 %.
Für Sie: Fahren Sie zu Kunden oder liefern Sie Ware aus, kalkulieren Sie Ihre Preise neu und nehmen Sie eine Klausel zu Fahrtkosten in Ihre Verträge auf.
Destatis, PM Nr. 364 und 382, Oktober 2026 · destatis.de
Zuwanderung fast zum Stillstand: +16.841
Januar bis August 2026, vorläufig (ein Jahr zuvor: +125.279). Am meisten aus der Ukraine (+24.659), Indien (+19.977) und dem Kosovo (+13.571).
Für Sie: Der Markt der „Neuankömmlinge“ schrumpft – wachsen Sie mit Kunden, die schon in Deutschland leben und arbeiten.
Destatis, monatliche Wanderungsstatistik, Stand 28.10.2026; Summen eigene Berechnung · destatis.de
Forschungszulage: 12 Mio. € und 100 € pro eigene Stunde
Seit 01.01.2026 wird die steuerliche Forschungszulage auf Aufwendungen bis 12 Mio. € im Jahr berechnet. Die eigene Arbeitsstunde von Einzelunternehmern zählt mit 100 € statt 70 €, bis zu 40 Stunden pro Woche. Für Vorhaben, die ab 2026 beginnen, kommt eine Gemeinkostenpauschale von 20 % hinzu. Für kleine Unternehmen beträgt der Satz 35 %.
Für Sie: 100 € + 20 % = 120 € × 35 % ≈ 42 € für jede Stunde eigener Entwicklungsarbeit (eigene Berechnung). Zuerst die Bescheinigung der BSFZ, dann der Antrag beim Finanzamt.
Die Länder legen drauf: bis 7.500 € in Bayern, bis 15.000 € in NRW
Bayern, Digitalbonus: 50 %, bis 7.500 € (Plus: bis 30.000 €) für Digitalisierung, KI, Robotik und IT-Sicherheit. Voraussetzungen: weniger als 50 Beschäftigte, Umsatz bis 10 Mio. €. Das Programm läuft bis 31.12.2027, Freie Berufe (Freiberufler) sind ausgeschlossen. NRW, MID-Digitalisierung: 50 %, bis 15.000 € für ein neues digitales Produkt mit KI, VR oder Datenanalyse. Die Geförderten werden monatlich per Losverfahren ausgewählt.
Für Sie: Stellen Sie den Antrag vor Projektbeginn und bevor Sie Verträge unterschreiben. In Bayern brauchen Sie für den Antrag ein ELSTER-Unternehmenskonto.
Ab 01.01.2027 startet das neue Netzwerk Mittelstand-Digital: 6 regionale und 11 thematische Zentren. Kostenlose KI-Trainer und neue Trainer für IT-Sicherheit (CYBERsicher).
Für Sie: Kostenloser IT-Sicherheits-Check und KI-Schulung – ohne eigenes Budget für Berater.
Januar bis September 2026 – fast 4 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Die Sonne lieferte 94,7 Mrd. kWh (+13,9 %), neu installiert wurden Solaranlagen mit 11,8 GW.
Für Sie: Geschäftsideen – Beratung für kleine Firmen: wie sie energieintensive Arbeiten in die Sonnenstunden verlegen, einen Tarif mit Stundenpreisen und einen Batteriespeicher wählen.
Jeder dritte Neuwagen ein E-Auto: 34,5 % im September
Januar bis September 2026: 604.144 neue E-Autos, 27,2 % aller Neuwagen. Seit 2026 gibt es wieder eine Prämie: 3.000–6.000 € je nach Einkommen und Zahl der Kinder. Sie gilt rückwirkend ab 01.01.2026, Anträge gehen an das BAFA, bewilligt sind rund 100.000.
Für Sie: Geschäftsideen – Installation von Wallboxen, Hilfe beim Prämienantrag in Ihrer Sprache, Service und Pflege für E-Autos, E-Auto-Vermietung.
Mit diesem Gehalt können Sie eine Fachkraft ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit einstellen. Für Engpassberufe, Berufsanfänger und IT-Fachkräfte ohne Hochschulabschluss: ab 45.934 €, mit Zustimmung der Bundesagentur. Das beschleunigte Fachkräfteverfahren kostet den Arbeitgeber 411 € und dauert rund 4 Monate.
Für Sie: Suchen Sie eine Fachkraft aus dem Ausland, starten Sie das beschleunigte Fachkräfteverfahren selbst: Anerkennung des Abschlusses in 2 Monaten, Zustimmung der Bundesagentur in einer Woche.
Rund 18 % mehr als im Vorjahr (585.000). Die stärkste Gründungswelle der letzten Jahre.
Für Sie: Der Wettbewerb um Kunden wächst, aber auch der Markt für Angebote für Gründer. Es ist nicht zu spät zu gründen: Sie sind Teil der größten Welle.
KfW-Gründungsmonitor 2026 · kfw.de · Zuwachs eigene Berechnung
Jeder dritte Gründer hat einen Migrationshintergrund
34 % der Gründerinnen und Gründer 2025. Ein Jahr zuvor: 30 %.
Für Sie: Sie sind keine Ausnahme, sondern ein Drittel des Marktes. Banken, IHK und Behörden sind an Gründer mit anderem Pass längst gewöhnt.
KfW-Gründungsmonitor 2026, KfW Fokus Nr. 527 · kfw.de
7 von 10 gründen, ohne zu kündigen
483.000 von 690.000 führten ihr Geschäft neben einer Beschäftigung (Nebenerwerb).
Für Sie: Sie können gründen, ohne zu kündigen: Nebenerwerb ist normal und kein Schlupfloch. Geben Sie ihn in der Gewerbeanmeldung an – Ihre Versicherung über den Arbeitgeber bleibt bestehen.
Seit 1.1.2025: Vorjahresumsatz bis 25.000 €, laufendes Jahr bis 100.000 €. Vorher 22.000 und 50.000 €.
Für Sie: Bis 25.000 € Umsatz im Jahr können Sie Rechnungen ohne Umsatzsteuer stellen und müssen keine Umsatzsteuererklärungen abgeben. Behalten Sie die Zahl im Blick: Über 100.000 € im laufenden Jahr – und der Status fällt sofort weg.
30 % der neuen Unternehmen gründen Menschen mit Migrationshintergrund
2024 waren das rund 178.000 von 585.000 Gründerinnen und Gründern. Eine eigene amtliche Zahl, welchen Anteil am BIP Unternehmer mit Migrationshintergrund erwirtschaften, gibt es in Deutschland nicht – weder Destatis noch KfW berechnen sie. Die Größenordnung ist aber auch so sichtbar:
669.000Selbstständige sind selbst nach Deutschland eingewandert – mit deutschem Pass oder (noch) ohne (~19 % aller Selbstständigen)
8 → 19 %Anteil der Eingewanderten unter den Gründerinnen und Gründern, 2005 bis 2022
2,3 Mio.+Arbeitsplätze in Unternehmen von Menschen mit Migrationshintergrund, die Inhaber selbst mitgezählt
Für Sie: Sie sind keine Ausnahme, sondern einer von drei neuen Unternehmern im Land. Das ist Ihr Argument bei Bank, Vermieter und Jobcenter.
+10,3 % zum Vorjahr – Höchststand seit 11 Jahren. Mehr gab es nur 2014: 24.085.
Für Sie: Prüfen Sie Geschäftspartner, bevor Sie Vorauszahlungen leisten, und gewähren Sie keine langen Zahlungsziele: Am häufigsten schließen Verkehr, Gastgewerbe und Bau.
Destatis, laut ZDFheute vom 13.3.2026 · zdfheute.de
Alle empfangen E-Rechnungen
Seit 1.1.2025 auch Kleinunternehmer. Ein normales E-Mail-Postfach genügt.
Für Sie: Schickt Ihnen ein anderes Unternehmen eine Rechnung als XML, müssen Sie sie annehmen. E-Mail genügt. XML kostenlos öffnen: in ELSTER unter elster.de/eportal/e-rechnung (ohne Login) oder mit dem Programm Quba Viewer. Bewahren Sie die Original-XML 8 Jahre auf.
+14 % zum Vorjahr, erstmals mehr als 300.000. Die meisten aus Syrien (65.600), dann Türkei (34.100, +51 %), Russland (19.700, +51 %) und Bosnien und Herzegowina (8.800, +126 %).
Für Sie: Die Staatsangehörigkeit öffnet den Weg zu Gründungszuschuss, KfW-Krediten und öffentlichen Aufträgen ohne Rücksicht auf den Aufenthaltstitel – und das sind weitere 332.000 potenzielle Kunden und Gründer.
Seit 28.6.2025 müssen Websites und Apps, über die Kunden kaufen oder bestellen, für Menschen mit Sehschwäche und anderen Einschränkungen nutzbar sein: große, gut lesbare Schrift, Kontrast, Bedienung ohne Maus. Bußgeld bis 100.000 €. Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen (unter 10 Beschäftigte und bis 2 Mio. € Umsatz) sind ausgenommen.
Für Sie: Verkaufen Sie über eine Website oder App, prüfen Sie Kontrast, Schriftgröße und Bedienung per Tastatur. Nur Dienstleistungen und weniger als 10 Beschäftigte – dann betrifft Sie das Gesetz nicht.
Grundgesetzänderung im März 2025: Sondervermögen für 12 Jahre, 100 Mrd. davon für die Länder. Das bedeutet Aufträge für Bau, Handwerk und Dienstleister.
Für Sie: Das Geld fließt über Kommunen und Länder: Bau, Sanierung, IT für Schulen und Behörden. Wer Ausschreibungen abonniert (z. B. evergabe.nrw.de), sieht die Aufträge zuerst.
Beschlossen 2025: 13,90 € im Jahr 2026 und 14,60 € im Jahr 2027.
Für Sie: Auch wenn Sie nur für ein paar Stunden einstellen: Rechnen Sie ab Januar 2026 mit 13,90 € und ab 2027 mit 14,60 €. Die Minijob-Grenze steigt automatisch mit dem Mindestlohn.
ZDFheute, Kabinettsbeschluss vom 29.10.2025 · zdfheute.de
Minijob: bis 556 € im Monat
An den Mindestlohn gekoppelt: 2026 schon 603 €.
Für Sie: Der Minijob ist der günstigste Weg zur ersten Aushilfe: rund 30 % Abgaben obendrauf und keine Einkommensteuer für die Beschäftigten.
Technik und Maschinen, angeschafft vom 1.7.2025 bis Ende 2027, lassen sich schneller abschreiben. Die Körperschaftsteuer für GmbH/UG sinkt bis 2032 von 15 auf 10 %.
Für Sie: Laptop, Ausstattung oder Fahrzeug, gekauft bis Ende 2027, schreiben Sie schneller ab – weniger Steuern in den ersten Jahren.
EU AI Act: Seit 2.2.2025 ist KI-Kompetenz für Unternehmen jeder Größe Pflicht.
Für Sie: Nutzen Sie oder Ihre Mitarbeitenden ChatGPT/Claude bei der Arbeit, halten Sie eine kurze Einweisung schriftlich fest (was hochgeladen werden darf und was nicht). Bußgelder für Kleinstfirmen gibt es noch nicht, die Pflicht besteht aber formal.
−45 % gegenüber 2024. Am meisten aus der Ukraine (+96.000), Syrien (+25.000) und der Türkei (+24.000) unter den von Destatis ausgewiesenen Ländern; die Zuwanderung aus Indien wächst schnell.
Für Sie: Es kommen weniger neue Kunden aus dem Ausland – setzen Sie auf die Menschen, die schon hier sind.
KfW-Kredit für Digitalisierung – ohne Mindestbetrag
Seit 01.07.2025 ersetzt der ERP-Förderkredit Digitalisierung den bisherigen Digitalisierungskredit. Ihn können auch Freiberufler und Einzelunternehmen nutzen. Der Mindestbetrag entfällt, der Höchstbetrag liegt bei 7,5 Mio. € (bis 25 Mio. für komplexe Vorhaben). In den Stufen LevelUp und HighEnd gibt es zum Kredit einen Zuschuss von 3–5 % des Betrags.
Für Sie: Auf der Basisstufe ist ein kostenloser Digitalisierungs-Check nötig. Den Antrag stellen Sie über Ihre Hausbank, nicht direkt bei der KfW. Geeignet für Software, Onlineshop, Automatisierung.
Ziel: 10 % der Wirtschaftsleistung durch KI bis 2030
Die Bundesregierung hat die Hightech Agenda Deutschland beschlossen: sechs Schlüsseltechnologien, an erster Stelle künstliche Intelligenz. Bis 2030 sollen 10 % der Wirtschaftsleistung auf KI entfallen.
Für Sie: Das ist ein Signal für den Markt, kein Zuschuss. Kleine Firmen werden Unterstützung brauchen: KI-Schulung für Mitarbeitende (seit 2025 eine EU-Pflicht), Einrichtung von Tools, Datenschutz.
55,1 % des Stroms aus erneuerbaren Energien, 117 GW Solar
Im Jahr kamen Solaranlagen mit 16,4 GW hinzu, insgesamt sind es bundesweit 117 GW. Rund 430.000 Balkonkraftwerke wurden registriert. Windenergie an Land: 4,6 GW neu installiert – fast doppelt so viel wie 2024.
Für Sie: Rund 430.000 neue Besitzer von Balkonkraftwerken – das sind Kunden für Speicher, Halterungen und Montage, Reparatur von Wechselrichtern und Hilfe bei der Registrierung.
43,2 % mehr als 2024: Fast jeder fünfte Neuwagen fährt elektrisch.
Für Sie: Geschäftsideen – Installation von Wallboxen in Wohnhäusern und auf Büroparkplätzen, mobiler Reifenservice, Fahrzeugaufbereitung und Innenreinigung für Firmenflotten.
716.400 Gewerbeanmeldungen – auf dem Niveau von 2023 (+0,2 %)
2024 gingen rund 716.400 Gewerbeanmeldungen ein. Neugründungen: 594.500 (+0,2 %), größere Betriebe – mit Beschäftigten oder Handelsregistereintrag – 120.900 (+2,1 %). Gewerbeabmeldungen: 619.100 (+2,7 %).
Für Sie: Trotz steigender Insolvenzen wollen nicht weniger Menschen gründen. Damit wächst auch der Wettbewerb – überlegen Sie vorab, was Sie von anderen unterscheidet.
Das sind 22,4 % mehr als 2023 – das zweite Jahr in Folge ein Plus von über 20 %. Forderungen der Gläubiger: rund 58,1 Mrd. €, doppelt so viel wie im Vorjahr. Am häufigsten betroffen: Verkehr und Lagerei, Baugewerbe und wirtschaftliche Dienstleistungen.
Für Sie: Vorkasse, Abschlagszahlungen und schnelle Zahlungserinnerungen sind keine übertriebene Vorsicht mehr, sondern normal. Achten Sie darauf, dass ein einzelner Kunde nicht mehr als die Hälfte Ihrer Einnahmen ausmacht – streuen Sie das Risiko.
Destatis, PM Nr. 096 vom 14.03.2025; „doppelt“ eigene Berechnung ·destatis.de
Einbürgerung nach 5 Jahren und mit zwei Pässen
Seit 27. Juni 2024 gilt das neue Staatsangehörigkeitsrecht: Die Einbürgerung können Sie nach 5 statt 8 Jahren in Deutschland beantragen, bei besonderen Integrationsleistungen nach 3 Jahren (dieser schnelle Weg wurde zum 30.10.2025 abgeschafft). Die bisherige Staatsangehörigkeit muss nicht mehr aufgegeben werden. Den Lebensunterhalt müssen Sie aber aus eigenem Einkommen sichern.
Für Sie: Voraussetzungen heute: 5 Jahre in Deutschland, Deutsch B1, Einbürgerungstest, Lebensunterhalt ohne Bürgergeld, Gebühr 255 € (51 € pro Kind). Einkommen aus Ihrem Unternehmen zählt zur Sicherung des Lebensunterhalts – führen Sie Buch und geben Sie Steuererklärungen pünktlich ab, damit Sie das leicht nachweisen können. Ihren bisherigen Pass dürfen Sie behalten.
585.000 Gründerinnen und Gründer, Durchschnittsalter 34,4 Jahre
Laut KfW machten sich 2024 insgesamt 585.000 Menschen selbstständig (+3 %). 382.000 im Nebenerwerb, 203.000 im Vollerwerb. 39 % der Gründerinnen und Gründer sind jünger als 30 Jahre.
Für Sie: Neben dem Job zu gründen ist weiterhin der wichtigste Weg. Denken Sie daran: Im Nebenerwerb wird das in der Steuererklärung und in der Anmeldung gesondert angegeben.
KfW-Gründungsmonitor 2025, Pressemitteilung vom 03.06.2025 · kfw.de
Beschlossen: E-Rechnung ab 2025
Am 22. März 2024 hat der Bundesrat dem Wachstumschancengesetz zugestimmt. Das Wichtigste für kleine Unternehmen: Ab 2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können (elektronische Rechnung in einem besonderen Format, ein PDF zählt nicht). Kleinunternehmer ohne Auslandsgeschäfte müssen keine Umsatzsteuer-Jahreserklärung abgeben, und von den Umsatzsteuer-Voranmeldungen kann man befreit werden, wenn die Steuer im Vorjahr höchstens 2.000 € betrug.
Für Sie: Auch Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer müssen solche Rechnungen empfangen, ausstellen müssen sie sie aber nicht. Richten Sie ein Postfach für Rechnungen und ein Programm ein, das sie lesen kann.
Ohne Umsatzsteuer bis 25.000 €: Beschluss von 2024
Das Jahressteuergesetz 2024 hat die Kleinunternehmerregelung zum 1. Januar 2025 geändert: bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und bis 100.000 € im laufenden Jahr. Vorher waren es 22.000 und 50.000 €.
Für Sie: Wichtiger Unterschied: Überschreitet der Umsatz im Laufe des Jahres 100.000 €, fällt sofort Umsatzsteuer an – schon für den Umsatz, mit dem die Grenze überschritten wird.
Chancenkarte: ein neuer Weg nach Deutschland – und neue Mitarbeitende für Sie
Seit 1. Juni 2024 können Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten für bis zu 1 Jahr zur Arbeitssuche einreisen – ohne Jobangebot. Nötig sind eine anerkannte Qualifikation oder 6 Punkte: Hochschulabschluss oder Berufsausbildung von mindestens 2 Jahren, Deutsch A1 oder Englisch B2, Berufserfahrung, Alter. Bis Mitte 2025 wurden 11.497 solcher Visa erteilt. Während der Suche darf man bis zu 20 Stunden pro Woche bei beliebigen Arbeitgebern arbeiten. Ein eigenes Unternehmen ist mit dieser Karte nicht möglich – nur eine Beschäftigung als Angestellte oder Angestellter.
Für Sie: Das Minimum, um so jemanden einzustellen: ein normaler Arbeitsvertrag, die Anmeldung zur Sozialversicherung und mindestens 13,90 € pro Stunde (2026). Eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ist nicht nötig. Probebeschäftigung: bis zu 2 Wochen. Wollen Sie in Vollzeit einstellen, füllen Sie das Formular „Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis“ aus: Damit wechselt die Person von der Karte zu einer regulären Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung oder zur Blauen Karte EU.
Das Wachstumschancengesetz hat die steuerliche Forschungszulage ab 2024 ausgeweitet: Berücksichtigt werden bis zu 10 Mio. € Aufwendungen im Jahr (vorher 4 Mio.), der Satz beträgt 25 %, für kleine und mittlere Unternehmen 35 %. Die Eigenleistung von Solo-Selbstständigen zählt mit 70 € pro Stunde (vorher 40 €), höchstens 40 Stunden pro Woche. Förderfähig sind Unternehmen jeder Größe, auch Einzelunternehmen.
Für Sie: 70 € × 35 % = 24,50 € für jede Stunde eigener Entwicklungsarbeit (eigene Berechnung). Der Betrag wird mit der Steuer verrechnet, ein Rest wird ausgezahlt. Zuerst prüft die BSFZ das Vorhaben, dann stellen Sie den Antrag beim Finanzamt über ELSTER. Passt, wenn Sie etwas Neues entwickeln: einen Algorithmus, ein KI-Modell, eine Technologie – nicht einfach eine Website.
Letztes Programmjahr: 50 % der Kosten für Beratung und Umsetzung, bis 16.500 €, für Firmen mit bis zu 100 Beschäftigten. Ab 2025 wurde es nicht verlängert.
Für Sie: Planen Sie nicht nach alten Artikeln über go-digital – dafür gibt es kein Geld mehr. Kostenloser Ersatz: Beratung durch die Mittelstand-Digital Zentren.
Die Mittelstand-Digital Zentren unterstützen kleine Firmen kostenlos und anbieterneutral bei digitalen Technologien und KI. Im Herbst 2024 fand eine Tour mit 14 KI-Veranstaltungen statt.
Für Sie: Melden Sie sich im nächstgelegenen Zentrum für ein kostenloses Seminar oder eine Analyse Ihres Unternehmens an. Ein guter erster Schritt, bevor Sie teure Software kaufen.
Im Jahr wurden Solaranlagen mit 16,2 GW installiert, insgesamt sind es bundesweit 99,3 GW. Erneuerbare Energien deckten 54,4 % des Verbrauchs. Börsenstrompreis: 78,51 € pro MWh, nur ein Drittel des Preises von 2022 (eigene Berechnung).
Für Sie: Geschäftsideen – Heimspeicher und „smartes“ Lastmanagement, Tarife mit Stundenpreisen, Wartung von Solaranlagen für Restaurants und Werkstätten.
380.609 neue E-Autos wurden zugelassen – weniger als im Vorjahr: Die Kaufprämie war abgeschafft, die Hersteller verschoben neue Modelle auf 2025.
Für Sie: Der Rückgang war vorübergehend – 2025 stiegen die Verkäufe wieder. Jetzt ist eine gute Zeit zum Lernen: Hochvolt-Schulungen für Kfz-Mechaniker.
2023 gingen rund 715.000 Gewerbeanmeldungen ein. Neugründungen: 593.200 (+6,9 %), größere Betriebe – mit Beschäftigten oder Handelsregistereintrag – 118.500 (+2,9 %). Destatis weist darauf hin: Wegen technischer Probleme sind Teile der Daten für 2023 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.
Für Sie: Nach dem Krisenjahr 2022 gründeten die Menschen wieder. Der Markt lebte auf – eine gute Zeit, erste Kunden unter anderen Gründern zu finden.
Das sind 22,1 % mehr als 2022, aber immer noch 5 % weniger als vor der Pandemie 2019. Forderungen der Gläubiger: rund 26,6 Mrd. €. Am häufigsten betroffen: Verkehr und Lagerei, wirtschaftliche Dienstleistungen (z. B. Zeitarbeitsfirmen) und das Baugewerbe.
Für Sie: Arbeiten Sie für Logistik oder Bau, prüfen Sie den Kunden vor Arbeitsbeginn und stellen Sie Abschlagsrechnungen statt einer einzigen Rechnung am Ende.
Seit 1. Januar 2023 gilt das Bürgergeld statt Hartz IV. Alleinstehende Erwachsene erhielten 502 € im Monat (+53 €). Im ersten Jahr, der Karenzzeit, müssen Ersparnisse bis 40.000 € nicht aufgebraucht werden, und die tatsächliche Miete wird übernommen.
Für Sie: Die Leistung erhält, wer arbeiten kann, aber vom eigenen Einkommen nicht leben kann. Gründen im Leistungsbezug ist möglich: Die Gründung wird dem Jobcenter gemeldet, der Gewinn wird teilweise auf die Leistung angerechnet – alle sechs Monate wird eine Erklärung zum Einkommen (EKS) eingereicht.
568.000 Gründerinnen und Gründer, Nebenerwerb +11 %
Laut KfW machten sich 2023 insgesamt 568.000 Menschen selbstständig (+3 %). Das Wachstum kam aus dem Nebenerwerb: 363.000 Menschen, +11 %. Im Vollerwerb gründeten 205.000 (−8 %).
Für Sie: Fast zwei Drittel gründen, ohne den Job aufzugeben. So lässt sich die Nachfrage ohne Risiko testen – wichtig ist nur, den Arbeitgeber zu informieren, wenn der Arbeitsvertrag das verlangt.
KfW-Gründungsmonitor 2024, Pressemitteilung vom 17.06.2024; Anteil „zwei Drittel“ eigene Berechnung ·kfw.de
Preisbremse: Gas 12 ct, Strom 40 ct pro kWh
Ab 1. März 2023 (rückwirkend für Januar und Februar) war der Preis für 80 % des Vorjahresverbrauchs gedeckelt: Gas 12 ct, Strom 40 ct pro kWh. Das galt für Haushalte und kleine Unternehmen, bis Ende 2023.
Für Sie: Diese Preisdeckel sind ausgelaufen. Sind die Preise im Mietvertrag oder beim Energieversorger „variabel“, prüfen Sie die Rechnungen selbst.
BMWK, Faktenpapier Nr. 14 (Dezember 2022) · BMWK (PDF)
Homeoffice: 6 € pro Tag, bis 1.260 € im Jahr
Seit 2023 beträgt die Homeoffice-Pauschale 6 € pro Tag, höchstens für 210 Tage, also bis 1.260 € im Jahr. Ein separates Arbeitszimmer ist nicht mehr nötig. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag stieg auf 1.230 €.
Für Sie: Die Regel gilt bis heute. Arbeiten Sie zu Hause, notieren Sie die Tage – das ist eine sichere Steuerersparnis.
Neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz: erster Teil ab 18. November
Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz trat in Stufen in Kraft. Seit 18.11.2023 gilt eine niedrigere Gehaltsschwelle für die Blaue Karte EU, und Fachkräfte mit Ausbildung oder Studium haben einen Anspruch auf einen Aufenthaltstitel und dürfen auch außerhalb ihres Berufs arbeiten. Die nächsten Stufen: 1. März und 1. Juni 2024.
Für Sie: Fachkräfte aus dem Ausland einzustellen ist einfacher und – dank der niedrigeren Gehaltsschwelle – günstiger geworden. Haben Sie selbst eine Blaue Karte EU: Ein eigenes Geschäft neben dem Job dürfen Sie führen, wenn im Aufenthaltstitel eine eigene Erlaubnis zur selbstständigen Tätigkeit eingetragen ist (§ 21 Abs. 6 AufenthG) – sie wird vor der Gewerbeanmeldung eingetragen. Mit der Niederlassungserlaubnis (bei der Blauen Karte EU nach 27 Monaten, mit Deutsch B1 nach 21) entfällt die Einschränkung.
Vollständig aufgegeben wurden 486.900 Betriebe – 8,3 % mehr.
Für Sie: Halten Sie eine Rücklage für 3–6 Monate Ausgaben und legen Sie 30 % der Einnahmen auf ein separates Konto, damit Steuern Sie nicht überraschen.
Das Programm förderte Technik, Software, Mitarbeiterschulungen und IT-Sicherheit: bis 50.000 € pro Unternehmen, bei bis zu 50 Beschäftigten 40 %. Es lief ab 07.09.2020 und endete am 31.12.2023.
Für Sie: Das Programm galt nur für Firmen ab 3 Beschäftigten, Solo-Selbstständige waren also ausgeschlossen. Suchen Sie nach Programmen Ihres Bundeslandes – siehe 2026.
Am 07.11.2023 stellte die Bundesregierung einen Aktionsplan Künstliche Intelligenz vor. Mehr als 1,6 Mrd. € fließen in Forschung, Rechenkapazitäten und Anwendung. Damals nutzten erst rund 15 % der Unternehmen KI.
Für Sie: Direkte Zuschüsse für Solo-Selbstständige enthält der Plan nicht. Dafür wächst die Nachfrage nach einfachen Dienstleistungen: einen Chatbot einrichten oder Rechnungen und Anfragen für kleine Unternehmen automatisieren.
Mehr als die Hälfte: 52,9 % des Stroms aus erneuerbaren Energien
Erstmals mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs. Neu installiert wurden Solaranlagen mit 14,1 GW – doppelt so viel wie 2022. Rund 260.000 Balkonkraftwerke wurden registriert – dreimal so viele. Der Börsenstrompreis sank von 235 € auf 95 € pro MWh, um rund 60 % (eigene Berechnung).
Für Sie: Geschäftsideen – Verkauf und schlüsselfertige Montage von Balkonkraftwerken, Registrierung im Marktstammdatenregister für Kunden, Wartung von Solaranlagen auf Dächern.
Deutschlandticket: das ganze Land für 49 € im Monat
Seit 01.05.2023 gilt ein einziges Ticket für den gesamten Nahverkehr und die Regionalzüge in ganz Deutschland. Seit 2026 kostet es 63 €, rund 14,5 Mio. Menschen nutzen es.
Für Sie: Um Mitarbeitende zu gewinnen, bieten Sie das Ticket als Jobticket an. Zahlen Sie mindestens 25 % dazu, gibt das Verkehrsunternehmen weitere 5 % Rabatt (59,85 € im Jahr 2026). Kunden in Nachbarstädten können Sie auch ohne Auto betreuen.
Rund eine halbe Million neue E-Autos wurden zugelassen. Zum Jahresende hatten es Käufer eilig: Die staatliche Kaufprämie wurde Ende 2023 überraschend gestrichen.
Für Sie: E-Autos kommen nach und nach auf den Gebrauchtwagenmarkt. Geschäftsideen: Batterie-Check vor dem Kauf eines gebrauchten E-Autos, Beratung zur Wahl der Ladelösung.
673.500 Gewerbeanmeldungen – 4,5 % weniger als 2021
2022 gingen in Deutschland rund 673.500 Gewerbeanmeldungen ein. Darunter Neugründungen: 554.800 (−4,9 %), größere Betriebe – mit Beschäftigten oder Handelsregistereintrag – 115.100 (−9,3 %).
Für Sie: Das Jahr der Energiekrise bremste große wie kleine Unternehmer. Doch selbst damals wurden bundesweit jeden Tag fast 1.850 Gewerbe angemeldet – Sie sind bestimmt nicht allein.
Destatis, PM Nr. 061 vom 15.02.2023; Zahl pro Tag eigene Berechnung · destatis.de
14.590
Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2022
Das sind 4,3 % mehr als 2021: Nach zwei Jahren Rückgang stieg die Zahl der Insolvenzen wieder. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger: rund 14,8 Mrd. €. Die meisten Fälle gab es im Baugewerbe: 2.698.
Für Sie: Die Insolvenz eines Kunden bedeutet eine unbezahlte Rechnung. Verlangen Sie von neuen Kunden Vorkasse, besonders im Bau, und zögern Sie Zahlungserinnerungen nicht hinaus.
Seit 1. Oktober 2022 beträgt der Mindestlohn 12 €. Die Minijob-Grenze (für die Beschäftigten steuerfrei) stieg auf 520 € im Monat, die Obergrenze des Übergangsbereichs mit reduzierten Beiträgen von 1.300 auf 1.600 €.
Für Sie: Wenn Sie eine Aushilfe einstellen, kalkulieren Sie die Kosten ab dem Mindestlohn – er steigt seitdem jedes Jahr. Ein Minijob passt oft gut für die erste Kraft: Die Grenze liegt heute höher als 2022.
550.000 Gründerinnen und Gründer, 60 % im Nebenerwerb
Laut KfW machten sich 2022 insgesamt 550.000 Menschen selbstständig – 9 % weniger als im Vorjahr. 328.000 davon gründeten im Nebenerwerb (neben einer Hauptbeschäftigung), 222.000 im Vollerwerb.
Für Sie: „Abends“ zu gründen, ohne den Job aufzugeben, ist in Deutschland der häufigste Weg. Das ist erlaubt – Sie müssen es nur in der Gewerbeanmeldung und im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ehrlich angeben.
KfW-Gründungsmonitor 2023, Pressemitteilung vom 31.05.2023 · kfw.de
32 % der Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund
Unter allen Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter waren es 26 %.
Für Sie: Zugewanderte gründen häufiger als der Durchschnitt.
KfW Research, Fokus Nr. 527 (2026), Grafik 1 · kfw.de
Inflation 7,9 %, Energie 34,7 % teurer
Die Preise stiegen 2022 im Schnitt um 7,9 % – Destatis spricht von einem historisch hohen Niveau. Energie verteuerte sich um 34,7 %, Nahrungsmittel um 13,4 %.
Für Sie: Die Lehre aus diesem Jahr: Vereinbaren Sie mit Stammkunden das Recht, den Preis einmal im Jahr anzupassen. Wer 2022 zu alten Sätzen arbeitete, hat Geld verloren.
2022 zogen 1,46 Mio. Menschen mehr nach Deutschland, als fortzogen – mehr als in jedem Jahr seit Beginn der Statistik 1950. Den größten Zuwachs gab es aus der Ukraine (≈+962.000), Syrien (+68.000) und Afghanistan (+55.000).
Für Sie: Die russisch- und ukrainischsprachige Zielgruppe ist gewachsen – als Kunden (Dienstleistungen in der Muttersprache) und als künftige Unternehmer.
Ab 26. Oktober 2022 konnten Arbeitgeber ihren Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3.000 € zahlen – steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Regel galt bis 31. Dezember 2024.
Für Sie: Die Vergünstigung endete Ende 2024. Wenn Sie damals schon Personal hatten, war die Prämie ein günstiger Weg, Mitarbeitende zu halten – ohne Steuern und Abgaben obendrauf.
Für Sie: Auch das Schließen muss offiziell sein: Reichen Sie eine Gewerbeabmeldung ein und informieren Sie das Finanzamt – sonst erwartet es weiter Steuererklärungen von Ihnen.
Das BMF-Schreiben vom 22.02.2022 bestätigte: Computer, Laptops, Tablets, Monitore, Drucker und Software können in einem Jahr statt in drei abgeschrieben werden. Die Regel gilt seit 2021 und ist freiwillig.
Für Sie: Haben Sie einen Laptop fürs Geschäft gekauft, mindert der volle Preis den Gewinn im Jahr des Kaufs. Bewahren Sie die Rechnung auf und tragen Sie das Gerät in die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ein.
BMF-Schreiben 22.02.2022 (IV C 3 – S 2190/21/10002:025) · ihk.de
go-digital: 50 % für die IT-Beratung
Seit 01.01.2022 gibt es eine neue Fassung des Programms bis Ende 2024, Budget: 72 Mio. €. Der Staat zahlt die Hälfte der Beratung und Umsetzung, höchstens 16.500 €. Neu sind die Module „Digitalisierungsstrategie“ und „Datenkompetenz“. Voraussetzungen: weniger als 100 Beschäftigte und Umsatz bis 20 Mio. €.
Für Sie: Website, Onlinevertrieb und IT-Sicherheit gab es zum halben Preis. Das Programm endete am 31.12.2024.
2022 stammte fast die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energien.
Für Sie: Die Nachfrage nach Montage, Wartung und Reinigung von Solaranlagen wächst. Den Netzanschluss übernimmt eine Elektrofachkraft; Montage, Wartung und Reinigung sind eigene Nischen für kleine Unternehmen.
UBA/AGEE-Stat, «Erneuerbare Energien in Deutschland 2024 auf einen Blick», 02.2025 · umweltbundesamt.de
EEG-Umlage auf Strom: 3,72 ct → 0
Seit 01.07.2022 zahlen Stromkunden keine EEG-Umlage mehr. Seit 2023 ist sie endgültig abgeschafft.
Für Sie: Bei 3.000 kWh im Jahr sind das ≈ 112 € Ersparnis (eigene Berechnung). Prüfen Sie, ob Ihr Versorger die Senkung in Ihren Tarif weitergegeben hat. Geschäftsidee: Tarife für Läden und Cafés vergleichen und ihnen beim Anbieterwechsel helfen.
2022 wurden 470.559 neue E-Autos zugelassen, 32,2 % mehr als 2021.
Für Sie: Jedes E-Auto braucht eine Lademöglichkeit zu Hause oder bei der Arbeit. Die Nachfrage wächst nach der Installation von Wandladestationen (Wallbox), nach Reifen- und Bremsenservice für E-Autos, nach Reparatur und Wäsche.
Die Wachstumsraten nach KfW haben wir aus den veröffentlichten Zahlen berechnet. Die Zahl der Insolvenzen 2025 stammt von Destatis über ZDFheute, 2026 direkt von Destatis. Rechtliche Details können in Ihrem Fall abweichen – die offizielle Regelung ist zu prüfen.
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